Dieses Buch bricht mit konventionellen Lesegewohnheiten: Bereits der Zugang ist offen wie herum ist richtig herum? Wo ist der Anfang? Wo das Ende? Es lässt sich in beide Richtungen lesen und verlangt, in der Mitte gedreht zu werden. Kein Ende in Sicht, der Weg führt immer tiefer in einen Strudel.
Deborah Uhde ist eine in Berlin ansässige Künstlerin und Filmeditorin. In ihren multimedialen Werken untersucht sie die Strukturen menschlicher Existenz und verbindet diese mit biografischen Elementen.
Wir entwickelten gemeinsam das experimentelle Editorial Design für den Ausstellungskatalog von ihrer Ausstellung White Slices Blind Spots - Joint Maelstroem of the War.
Das Buch ist mehr als nur ein Katalog: Es dokumentiert die Installation, Objekte und Filmszenen aus einer Ausstellung, übersetzt sie in die mediale Form des Buches. Jedes Umblättern eröffnet eine neue Dimension, und keine Seite gleicht der anderen – jede Wendung ist wie das Betreten einer neuen Welt, die entdeckt werden will.
Damit ist in der Interaktion mit diesem Buch als Objekt eine Analogie geschaffen - einerseits zur Ausstellung, andererseits zu deren Gegenstand, in der sich die Künstlerin mit Artefakten ihres Großvaters als Wehrmachtssoldat auseinandersetzt.

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