Philosophie

Diese Analyse widmet sich den Wirkzusammenhängen zwischen der Pharmaindustrie und den Konsumierenden am Fallbeispiel der Antibabypille.

  • Welche gesellschaftlichen Aspekte und Ambivalenzen sind bei der Nutzung der Antibabypille heutzutage relevant?
  • Wie hat sich die Pille von der reinen Empfängnisverhütung zu einem Lifestyle-Medikament entwickelt?
  • Welche speziellen Marketing- und Werbestrategien sind bei einem Medikament auszumachen, das mit Werberegularien, wie dem Heilmittelschutzgesetzt belegt ist?
  • Wo liegen die Grenzen und Chancen der Einflussmöglichhkeiten innerhalb der Gestaltung?

Konzept

In diesem künstlerischen Konzept analysierten wir die Geschichte des Arzneimittels sowie das Ausmaß der Kommunikationsstrategien rund um dieses. Zu diesem Zweck wurden Expert*innen wie Ärzt*innen, Mitarbeitende von Beratungsstellen sowie regelmäßige Anwenderinnen der Antibabypille interviewt, um verschiedene Perspektiven und die mit dem Präparat verbundenen Ambivalenzen darzustellen.

Wir entwickelten eine multimediale Wanderausstellung, um die Ergebnisse in einem interaktiven audiovisuellen Format zu vermitteln. Die Ausstellung verband analoge und digitale Elemente und bot den Besuchenden einen vertieften Einblick in die Gestaltungsmuster des Verhütungsmittels. Die Erkenntnisse dieser Arbeit wurden zudem in einem begleitenden Buch dokumentiert.

Fazit

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit war die Untersuchung von Werbestrategien für diese Präparate, die dem deutschen Heilmittelwerbegesetz (HWG) unterliegen. Wir analysierten Gestaltungselemente, etwa die Verpackung, unter dem Blickwinkel der Farbforschung. Darüber hinaus untersuchten wir Videos auf Plattformen wie YouTube sowie Apps und Chats, die die Einnahme der Antibabypille unterstützen und damit Strategien, durch die das Werbeverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel umgangen wird.

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